Deregulierung, aber richtig

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Infektionsnachweis und Indikatorerkrankungen für AIDS

· V · BGBl. Nr. 35/1994 · in Kraft seit 1994-01-12

82/02 Gesundheitsrecht allgemein · Gesamte Fassung im RIS ↗

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Begründung

Die diagnostischen Kriterien und Indikatorerkrankungen in den Anlagen A, B und C stammen aus dem Jahr 1994 und spiegeln den damaligen Stand der Medizin wider. Seit 1994 hat sich die HIV/AIDS-Medizin grundlegend verändert: antiretrovirale Therapien haben das Krankheitsbild gewandelt, und WHO sowie CDC haben ihre Definitionen mehrfach aktualisiert. Die Verordnung sollte an den aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft angepasst werden, um rechtssichere und fachlich korrekte Diagnosekriterien für das AIDS-Gesetz 1993 zu gewährleisten.

Kategorien

Überholt / gegenstandslos

Belegende Paragraphen

Anl. 1 — Methoden zur definitiven Diagnose von Indikatorerkrankungen ↗ RIS

Anlage A Methoden zur definitiven Diagnose von Indikatorerkrankungen Kryptosporidiose Isosporiasis Kaposi-Sarkom Lymphom Lymphoide Pneumonie oder Hypoplasie Pneumozystis carinii Pneumonie Progressive multifokale Leukenzephalopathie Toxoplasmose Zervixkarzinom Mikroskopie (Histologie oder Zytologie). Candidiasis Zytomegalievirus Kokzidioidomykose Kryptokokkose Herpes simplex Virus Histoplasmose Tuberkulose andere Mykobakteriosen Salmonellose andere bakterielle Infektionen durch Kultur. 07.09.2017 10010788 NOR12136965 N8199432751J

Anl. 2 — Methoden zur verdachtsweisen Diagnose von Indikatorerkrankungen ↗ RIS

Anlage B Methoden zur verdachtsweisen Diagnose von Indikatorerkrankungen Candidiasis des Ösophagus Zytomegalievirus-Retinitis Mykobakteriose Kaposi-Sarkom Lymphoide interstitielle Pneumonie Pneumozystis carinii Pneumonie Toxoplasmose des Gehirns Lungentuberkulose Rezidivierende bakterielle Pneumonie 07.09.2017 10010788 NOR12136966 N8199432752J

Anl. 3 — Definition der HIV-Enzephalopathie („HIV-Demenz“, „AIDS-Demenz“, „subakute Enzephalitis als Folge von HIV“) ↗ RIS

Anlage C Definition der HIV-Enzephalopathie („HIV-Demenz“, „AIDS-Demenz“, „subakute Enzephalitis als Folge von HIV“) Klinische Zeichen einer kognitiven und/oder motorischen Dysfunktion, die zu einer Beeinträchtigung im Berufs- und Alltagsleben führen oder bei Kindern das wochen- bis monatelange Ausbleiben der normalen Entwicklungsstufen im Verhalten, ohne daß eine gleichzeitige Erkrankung oder andere Störung als eine HIV-Infektion als Erklärung für die klinischen Zeichen in Frage kommt. Methoden zum Ausschluß solcher gleichzeitigen Erkrankungen und Störungen können eine Liquoruntersuchung und entweder Gehirnabbildung (Computertomographie oder Kernspintomographie) oder Autopsie beinhalten. Definition des HIV-Auszehrungssyndroms („HIV-Kachexie“, „slim disease“) Starker unfreiwilliger Gewichtsverlust von mehr als 10% des Normalgewichts, zusätzlich entweder chronische Diarrhoe (mindestens 2 ungeformte Stühle pro Tag über einen Zeitraum von mehr als 30 Tagen) oder chronische Schwäche und nachgewiesenes Fieber (länger als 30 Tage, wechselnd oder anhaltend) in Abwesenheit einer gleichzeitigen Erkrankung oder anderen Störung als einer HIV-Infektion als Erklärung für die klinischen Zeichen

§ 1 ↗ RIS

§ 1. AIDS liegt vor, wenn neben einem dem Stand der medizinischen Wissenschaft entsprechenden Labornachweis für das Vorliegen einer HIV-Infektion, bei Fehlen von anderen Ursachen für einen Immundefekt, eine der in § 2 angeführten Krankheiten mit der jeweils in Anlage A genannten Methode definitiv oder mit der jeweils in Anlage B genannten Methode verdachtsweise diagnostiziert wird. 07.09.2017 10010788 NOR12136963 N8199432749J

KI-Analyse · 2026-07-16 · 6 §§ im Datensatz