Kompetenzfeststellung durch den VfGH
· K · BGBl. Nr. 23/1953 · in Kraft seit 1953-03-06
10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit · Gesamte Fassung im RIS ↗
Begründung
Diese Kundmachung von 1953 veröffentlicht lediglich einen VfGH-Beschluss über die Gesetzgebungszuständigkeit beim Anerbenrecht. VfGH-Entscheidungen wirken direkt kraft Verfassung – die Kundmachung als eigener Rechtsakt entfaltet keine zusätzliche Normwirkung. Die Kompetenzverteilung ergibt sich aus dem B-VG selbst; das Dokument ist als eigenständiger Rechtsakt funktionslos und nur noch Archivware.
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Belegende Paragraphen
§ 0 ↗ RIS
Kundmachung des Bundeskanzleramtes vom 19. Jänner 1953, betreffend Feststellung des Verfassungsgerichtshofes über die Zuständigkeit zur Gesetzgebung und Vollziehung auf dem Gebiete des Anerbenrechtes. StF: BGBl. Nr. 23/1953 Gemäß § 56 Abs. 4 des Verfassungsgerichtshofgesetzes 1930, BGBl. Nr. 127, wird folgender Rechtssatz kundgemacht, in dem der Verfassungsgerichtshof die Feststellung seines Erkenntnisses vom 15. Dezember 1952, K II-2/52/19, zusammengefaßt hat: vgl. Art. 138 Abs. 2 B-VG e-rk3 BGBl. Nr. 127/1930 24.08.2022 10000248 NOR11000249 N11953123840
Art. 1 ↗ RIS
„1. Die verwaltungsbehördliche Erfassung landwirtschaftlicher Betriebe, um sie einer Sondererbrechtsfolge (Anerbenrecht) zu unterstellen, dient der Neuordnung und dauernden Sicherung der Bodenbesitzverhältnisse an diesen Liegenschaften; sie ist daher im Sinne des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofs vom 21. März 1931, Slg. Nr. 1390, eine Maßnahme der Bodenreform (Art. 12 Abs. 1 Z 5 des Bundes-Verfassungsgesetzes in der Fassung von 1929). 2. Das Anerbenrecht selbst ist in seiner materiellrechtlichen und formalrechtlichen Regelung eine Angelegenheit des Zivilrechtswesens (Art. 10 Abs. 1 Z 6 des Bundes-Verfassungsgesetzes in der Fassung von 1929).“ Zitat in Z 1 nunmehr: Art. 12 Abs. 1 Z. 3 B-VG (B-VG Novelle, BGBl. Nr. 444/1974) 24.08.2022 10000248 NOR12004653 N11953123830
KI-Analyse · 2026-07-15 · 2 §§ im Datensatz