Übereinkommen betreffend finanzielle Fragen (Italien)
· Vertrag – Italien · BGBl. Nr. 148/1932 · in Kraft seit 1932-05-11
19/01 Staatsverträge von St. Germain und Wien · Gesamte Fassung im RIS ↗
Begründung
Dieses Abkommen mit Italien aus 1931 regelte die Abwicklung von Kriegsfolgeschulden und gegenseitigen Forderungsverzichten aus dem Ersten Weltkrieg, darunter eine österreichische Zahlungspflicht von 30 Millionen Franken Gold in Jahresraten laut Beilage A. Alle Zahlungen und Forderungsverzichte sind seit Jahrzehnten vollständig abgewickelt. Das Abkommen hat keinerlei operative Wirkung mehr.
Kategorien
Belegende Paragraphen
Art. 1 ↗ RIS
Artikel 1. In Übereinstimmung mit der Bestimmung des Artikels III des Haager Abkommens vom 20. Jänner 1930 kann weder von Italien, noch von seinen Staatsangehörigen, noch von den physischen und juristischen Personen, die ihren Wohnsitz (Sitz, Geschäftsbetrieb) in den mit Italien vereinigten Gebieten haben, ein Anspruch auf Grund der Artikel 203, vorletzter Absatz, und 205, letzter Absatz, des Staatsvertrages von Saint-Germain gegen Österreich gestellt werden. Das Übereinkommen von Rom vom 6. April 1922 zwischen der Republik Österreich und dem Königreiche Ungarn einerseits und dem Königreiche Italien andererseits über die Regelung der hinsichtlich der Schulden des ehemaligen österreichisch-ungarischen Ärars, des ehemaligen österreichischen Ärars und des königlich ungarischen Ärars bestehenden Meinungsverschiedenheiten ist somit im Verhältnis zwischen Österreich und Italien aufgehoben und wird zwischen diesen beiden Staaten keine Wirksamkeit haben.
Art. 4 ↗ RIS
Artikel 4. Österreich verzichtet auf seine Ansprüche
Art. 5 ↗ RIS
Artikel 5. Italien verzichtet
Art. 6 ↗ RIS
Artikel 6. Österreich wird an die königlich italienische Regierung für seine in die Regelung, betreffend die Reliefbons nicht einbezogene Schuld aus der Lieferung von Lebensmitteln (Extra(Relief)schuld) die Summe von 30 Millionen Franken Gold in den in der Beilage A bezeichneten Annuitäten zahlen. Die genannten Annuitäten werden in erster Linie durch Kompensation mit den Summen beglichen werden, die vom Beginne der Wirksamkeit des vorliegenden Übereinkommens an von Italien an Österreich zu ersetzen sein werden für die an die ehemaligen Pensionisten der Südbahn zu leistenden Pensionszahlungen, die gemäß Absatz 26 des Artikels 17 des Übereinkommens von Rom vom 29. März 1923 und gemäß dem Übereinkommen vom 3. Dezember 1928 betreffend die Durchführung dieser Bestimmung zwischen den beteiligten Staaten aufgeteilt worden oder künftighin aufzuteilen sind. Insoweit die Annuitäten die im vorangehenden Absatze bezeichneten Summen übersteigen sollten, werden sie am 1. Jänner des darauffolgenden Jahres bar bezahlt werden. Im Falle einer drei Monate übersteigenden Verspätung der Zahlungen werden Zinsen von 5 % jährlich gerechnet werden.
Anl. 1 ↗ RIS
Beilage A. 1. Jänner 1931 …………………………………………………………………………... 1,600.000 1. “ 1932 …………………………………………………………………………….. 1,580.000 1. “ 1933 …………………………………………………………………………….. 1,560.000 1. “ 1934 …………………………………………………………………………….. 1,540.000 1. “ 1935 …………………………………………………………………………….. 1,520.000 1. “ 1936 …………………………………………………………………………….. 1,490.000 1. “ 1937 …………………………………………………………………………….. 1,360.000 1. “ 1938 …………………………………………………………………………….. 1,200.000 1. “ 1939 …………………………………………………………………………….. 1,200.000 1. “ 1940 …………………………………………………………………………….. 1,000.000 1. “ 1941 …………………………………………………………………………….. 1,000.000 1. “ 1942 …………………………………………………………………………….. 1,000.000 1. “ 1943 …………………………………………………………………………….. 1,000.000 1. “ 1944 …………………………………………………………………………….. 1,000.000 1. “ 1945 …………………………………………………………………………….. 1,000.000 1. “ 1946 …………………………………………………………………………….. 900.000 1. “ 1947 …………………………………………………………………………….. 700.000 1. “ 1948 …………………………………………………………………………….. 700.000 1. “ 1949 …………………………………………………………………………….. 600.000 1. “ 1950 …………………………………………………………………………….. 530.000 1. “ 1951 …………………………………………………………………………….. 750.000 1. “ 1952 …………………………………………………………………………….. 600.000 1. “ 1953 …………………………………………………………………………….. 820.000 1. “
KI-Analyse · 2026-07-15 · 11 §§ im Datensatz