Kompetenzfeststellung durch den VfGH
· K · BGBl. Nr. 171/1928 · in Kraft seit 1928-07-10
10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit · Gesamte Fassung im RIS ↗
Begründung
Diese VfGH-Feststellung von 1928 zur Frage, ob Bundesgrundsatzgesetze eigene Bundesorgane mit der Vollziehung betrauen dürfen, wurde durch die B-VG-Novelle 1929 gegenstandslos – der Gesetzestext selbst weist darauf hin. Die Kundmachung hat keine eigenständige Rechtswirkung mehr und ist ein historisches Dokument ohne praktischen Regelungsbedarf.
Kategorien
Belegende Paragraphen
§ 0 ↗ RIS
Kundmachung des Bundeskanzleramtes vom 2. Juli 1928, betreffend die Feststellung des Verfassungsgerichtshofes in der Frage, ob durch Bundesgrundsatzgesetz eigene Bundesorgane mit der Vollziehung betraut werden dürfen. StF: BGBl. Nr. 171/1928 Auf Grund des § 56, Absatz 4, des Verfassungsgerichtshofgesetzes vom 18. Dezember 1925, B.G.Bl. Nr. 454, in der Fassung der Verfassungsgerichtshofgesetz-Novelle vom 26. März 1926, B.G.Bl. Nr. 77, wird kundgemacht: vgl. Art. 138 Abs. 2 B-VG e-rk3 BGBl. Nr. 77/1926, BGBl. Nr. 454/1925 25.10.2021 10000103 NOR11000103 N11928122800
Art. 1 ↗ RIS
Der Verfassungsgerichtshof hat in seinem Erkenntnis vom 19. Juni 1928, Z /Dokumente/Bundesnormen/NOR12002078/image001.png, folgenden Rechtssatz beschlossen: Durch ein auf Grund des Artikels 12 des Bundes-Verfassungsgesetzes erlassenes Bundesgrundsatzgesetz, das nicht den Charakter eines Verfassungsgesetzes hat, dürfen eigene Bundesorgane, und sohin insbesondere nicht Bundespolizeibehörden mit der Vollziehung und sohin insbesondere auch nicht mit der Vollziehung auf dem Gebiete der Straßenpolizei, soweit sie sich nicht auf Bundesstraßen bezieht, betraut werden. 1. vgl. die mit der B-VG Novelle 1929 eingeführte Bestimmung des Art. 15 Abs. 4 B-VG! 2. vgl. Art. 2 B-VG Trennungsgrundsatz, Bundesstaatliches Prinzip, Trennung der Vollziehungsbereiche von Bund und Ländern 25.10.2021 10000103 NOR12002078 N11928122790
KI-Analyse · 2026-07-15 · 2 §§ im Datensatz